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Dora Heldt: Mathilda oder Irgendwer stirbt immer

Donnerstag, 16. April 2020 - in Rezensionen-Krimi

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Mathilda könnte wirklich zufrieden sein mit ihrem Leben in Dettebüll, wäre da nicht ihre Mutter Ilse, die an Boshaftigkeit nicht zu übertreffen ist. Mathilda ist um Harmonie bemüht. Sie ist stets am schlichten und vermitteln und versucht heikle Themen unter den Teppich zu kehren. Ehemann Gunnar spielt brav mit. Beide wollen ihren Ruhestand genießen. Doch als dann auch noch die Dorfruhe gestört wird, reicht es Mathilda. Wie schön wäre es, wenn Ilse einfach weg wäre. Mathilda weiß, dass man so etwas nicht denken sollte. Doch der Wunsch manifestiert sich und so fällt Ilse beim Rauchen plötzlich vom Stuhl. Welche Kräfte mit im Spiel waren, kann niemand ahnen. Und doch verbreiten sich Gerüchte, die der Wahrheit bedenklich nahekommen und andere, die völlig daneben liegen. Mit der wohlverdienten Ruhe wird es auch nach Ilses Tod nichts. Der Bürgermeister versucht, mit Nachdruck wertloses Land aufzukaufen und Fremde, deren Motivation zunächst unbekannt ist, spionieren im Dorf herum. Immerhin kommt die Familie wieder zusammen. Mathilda und Gunnar haben einen Sohn, eine Tochter und zwei Enkelkinder, die wegen Oma Ilse nur selten zu Besuch kamen. Und sogar Mathildas Bruder Pit lässt sich nach ewig langer Zeit wieder im Dorf blicken. Doch geht es ihm weniger um die Familie. Er hat „geschäftliche“ Interessen.


Das Buch ist inhaltlich sehr vollgepackt. Im Dorf ist immer was los und die unterschiedlichsten Personen kommen ins Spiel. Mathilda ist immer ganz vorn mit dabei. Sie richtet ihre volle Aufmerksamkeit auf die Geschehnisse und besonders gerne auf Dinge, die sie nichts angehen. Sie ist, ohne es selbst zu bemerken, außergewöhnlich geschickt darin, zu spionieren und andere zu manipulieren. Das macht die Geschichte sehr unterhaltsam! Dazu kommt der sehr lebendig wirkende Schreibstil der Autorin. Sie spart nicht mit schwarzem Humor. Es kommt zu haarsträubenden Situationen und häufig überschlagen sich die Ereignisse. Entsprechend macht es sehr viel Vergnügen, das Buch zu lesen sich von den sehr kreativen Wendungen überraschen zu lassen!

Rezension von Heike Rau

Dora Heldt
Mathilda oder Irgendwer stirbt immer
464 Seiten, Klappenbroschur
dtv Verlagsgesellschaft, März 2020
ISBN-13: 978-3423262491