In diesem Blog finden Sie Rezensionen und Buchempfehlungen zu Büchern, die ich gelesen habe und Hinweise auf meine eigenen Neuerscheinungen. Die Artikel sind als Werbung zu verstehen.

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  • Ina Andresen: Näh mit! Die Kindernähschule

    Samstag, 6. Oktober 2018 - in Rezensionen-Kinderbuch

    Ina Andresen, Näh mit! Die Kindernähschule, Nähen für Kinder, Schnittmuster, Eule, Monster, Beanie, Chamäleon, Katze, Tasche, Rezension, Büchertipp, Nähanfänger

    Ist eine Nähmaschine im Haus, können auch Kinder sich dransetzen und mit Unterstützung das Nähen erlernen. Mit dem Buch ist das gut umsetzbar. Es ist gedacht für Kinder ab 7 Jahren, sie sich mit den Grundlagen vertraut machen möchten und erste einfache Näharbeiten umsetzen wollen. Für Motivation sorgen die Projekte von allein. Denn die Eulenfamilie und der Teddy mit dem Streifenschal dürfen in keinem Kinderzimmer fehlen. Davon abgesehen gibt es praktische Dinge, die jedes Kind einfach haben muss. Umhängetasche und Jersey-Beanie sind selbst geschneidert echte Unikate!

     

    Bevor es richtig losgeht, wird der Nähmaschinenführerschein gemacht. Dazu braucht es etwas Theorie. Jungen und Mädchen lernen, was an Stoffen, Materialien und Werkzeugen gebraucht wird. Die Arbeitsschritte, die immer wieder auftauchen, werden erklärt. Die Kinder erfahren, was eine Nahtzugabe ist, wie ein Schnittmuster übertragen wird, wie Stoffteile ausgeschnitten werden und mehr. Dann geht es auch schon an die Nähmaschine. Erste kleine Übungen machen die Kinder mit der Nähmaschine vertraut. Auch Handarbeiten, wie das Annähen von Knöpfen oder das Verschließen der Wendeöffnung werden besprochen. Für den Nähmaschinenführerschein kann eine Katze oder ein Monster genäht werden. Die Modelle sind natürlich einfach gehalten, sodass Anfänger das auch schaffen und der Spaß nicht zu kurz kommt. Ist die Aufgabe erfolgreich absolviert, kann der Nähmaschinenführerschein, der als Download zur Verfügung gestellt wird, ausgedruckt werden. (Anmeldung erforderlich!)

    Im Anschluss können weitere Projekte umgesetzt werden. Praktisch ist, dass der Papierbogen alle Schnittmuster in Originalgröße enthält. Das erleichtert das Arbeiten sehr!

  • Henry Beston: Das Haus am Rand der Welt – Ein Jahr am großen Strand von Cape Cod

    Mittwoch, 3. Oktober 2018 - in Rezensionen-Allgemeines

    Henry Beston, Das Haus am Rand der Welt, Ein Jahr am großen Strand von Cape Cod, Rezension, Buchbesprechung, Lesetipp, Natur, Naturbeschreibungen, Naturbeobachtungen, Umwelt, Schiffsunglück

    Henry Beston hatte das kleine Holzhaus am Meer errichten lassen, um hier seinen Urlaub zu verbringen. Doch bei den zwei geplanten Wochen blieb es nicht. Ein ganzes Jahr ist daraus geworden. In dieser Zeit lässt er die Natur auf sich wirken, setzt sich den Naturgewalten aus und notiert seine Beobachtungen.

     

    Vor 90 Jahren erschien dieses Buch erstmals. Nun liegt es auch in deutscher Sprache vor. Es war mir eine Freude, diesen Klassiker zu lesen!

     

    Ich bin begeistert von diesem feinen Sprachstil. Henry Beston erzählt so detailliert und bildhaft, dass ich Strand und Meer vor Augen habe, den Wind spüre und die Vögel in meiner Vorstellung ziehen sehe. Immer wieder gibt es spannende Veränderungen im Jahresverlauf, die der Autor mit hellwachen Sinnen genau beobachtet und dokumentiert. Seine Gedanken, die Umwelt betreffen, sind auch heute noch aktuell. Ich habe mir viel Zeit für dieses Buch gelassen und die Gedanken schweifen lassen.

  • Joshua Kozak: Fit for Life - Kraft, Stabilität und Beweglichkeit verbessern - Für alle, die jung und gesund bleiben wollen

    Montag, 1. Oktober 2018 - in Rezensionen-Ratgeber-Gesundheit

    Joshua Kozak, Fit for Life, Kraft, Stabilität und Beweglichkeit verbessern, Für alle, die jung und gesund bleiben wollen, Rezension, Buchempfehlung, Lesefreizeit, Fitness, fit bleiben, Sport ab 50, 50+, Traiining, Workout, Sport zuhause, zu Hause, Fitnessprogramm

    Wer auch im Alter gesund und fit sein möchte, muss etwas dafür tun. Spätesten mit 50 wird das zum Thema. Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit lassen nach, wenn nicht trainiert wird. Vorgestellt wird im Buch das funktionelle Training. Mit den Übungen werden natürliche Bewegungsabläufe trainiert, die jeder im Alltag braucht. Fit zu sein und sich leistungsfähig zu fühlen, bedeutet mehr Lebensqualität. Das ist eine gute Motivation.

     

    Zunächst werden die Vorteile des funktionellen Trainings dargestellt. Es wird erklärt, welche Bewegungen oder Bewegungsketten der Körper im Alltag ausführen muss und wie das funktionelle Training hilft, sich diese Bewegungsfähigkeit zu erhalten. Danach wird dem Leser eine Vorstellung davon vermittelt, wie ein effektives Training aussehen muss und wie genau das Buch genutzt werden kann.

  • Stephanie Marland: Wir sehen dich

    Samstag, 29. September 2018 - in Rezensionen-Krimi

    Stephanie Marland, Wir sehen dich, Thriller, Spannung, True Crime, Onlinforen, Anonymität, Mord, Rezension, Lesetipp, Buchbesprechung

    Clementine Starke lebt, von ihrer Vergangenheit belastet, sehr zurückgezogen. Für ihre Doktorarbeit in Psychologie erforscht sie bestimmte Onlineforen. Deshalb ist sie ganz nah dran, als in London Morde an jungen Frauen geschehen. Besonderes Interesse weckt bei ihr die kleine Gruppe um Death Stalker, die den Mörder vor der Polizei finden will. Es gelingt ihr, sich Zugang zu verschaffen. Alle Mitglieder müssen bestimmte Aufgaben erfüllen, die helfen sollen, den Fall aufzuklären und den Mörder, der der Lover genannt wird zu finden. Dazu muss Clementine ihren Rückzugsort verlassen und wieder unter Menschen gehen.

     

    DI Dominic Bell ist der leitende Ermittler bei der Polizei. Er kommt nicht voran und steht enorm unter Stress. Sein letzter Fall wird von der Dienstaufsicht begutachtet. Es scheint, dass es in seinem Team einen Kollegen gibt, der interne Informationen an die Presse gibt. Bell muss sich beweisen, aber immer wieder laufen die Ermittlungen ins Leere. So ist mit einem weiteren Mord zu rechnen.

  • William E. Glassley: Eine wildere Zeit - Aufzeichnungen eines Geologen vom Rande des Grönland-Eises

    Montag, 17. September 2018 - in Rezensionen-Allgemeines

    William E. Glassley, Eine wildere Zeit - Aufzeichnungen eines Geologen vom Rande des Grönland-Eises, Rezension, Buchbesprechung, Lesetipp, Grönlandexpedition, Forschungsexpedition

    William E. Glassley erzählt in diesem Buch von einer seiner Expeditionen, die er zusammen mit Kai Sørensen und John Korstgård gemacht hat. In der unberührte Landschaft Grönlands galt es, Forschungen zu betreiben, die eine These beweisen sollte: Grönland könnte durch eine Kollision zweier Kontinente entstanden sein, während das Meer dazwischen verdrängt wurde. In völliger Abgeschiedenheit, die natürlich auch Gefahren in sich birgt, wird geforscht.

     

    Die Geologen haben ein geschultes Auge. William E. Glassley vermag das, was er sieht, in Worte zu fassen. Das geschieht auf eine sehr bildhafte Art und Weise. Das Vorstellungsvermögen wird zusätzlich von Bildmaterial angeregt.

     

    Es gibt kein exaktes Kartenmaterial über die Fels- und Tundralandschaft, in der die Forscher ihre Zelte aufschlagen. Die Gegend ist unberührt. Das fasziniert den Autor, der versucht, alle Eindrücke aufzunehmen, zu beschreiben und an den Leser weiterzugeben. Das gelingt wirklich gut, wenn man sich Zeit lässt für das Buch und die tiefgehenden Gedanken wirken lässt, statt darüber hinwegzulesen. Die Notizen haben zudem eine persönliche Note, denn auch auf die Lebensumstände der Forscher vor Ort wird eingegangen.

  • Sabrina Faule-Rôle: Cookies aus der Pfanne - Knusprig, schnell & ohne Backofen

    Freitag, 14. September 2018 - in Rezensionen-Kochbuch

    Sabrina Fauda Rôle, Cookies aus der Pfanne, Knusprig, schnell & ohne Backofen, Pfannencookies, Riesencookies, Kekse, Plätzchen, Backrezepte, Plätzchenrezepte, Buchempfehlung, Rezension

    Wer keinen Backofen hat, wird sie vermissen. Doch Cookies können tatsächlich auch in der Pfanne gebacken werden, wie die Autorin beweist. Aber klappt das wirklich? Brennt nichts an? Ich will es ausprobieren!

     

    Zunächst erklärt die Autorin, wie genau Cookies in der Pfanne gebacken werden und was beachtet werden muss. Man erfährt, was man an Hilfsgeräten braucht, wie die Pfanne beschaffen sein muss und wie grundsätzlich gearbeitet wird.

     

    Das erste Rezept, es ist der „Cookie natur“, habe ich ausprobiert. Es werden nur wenige Zutaten benötigt. Man muss gut aufpassen, dass die Pfanne nicht zu heiß wird. Das ist bei einem Elektroherd schwieriger, als bei einem Gasherd, auf den die Rezepte ausgelegt sind. Insgesamt gesehen funktioniert es aber gut. Es duftet wunderbar. Nach 35 Minuten ist der große Cookie, der für 6 Personen ausreicht, fertig. Er lässt sich gut mithilfe eines Pfannenwenders aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller legen. Auf der Unterseite und am Rand ist er schön gebräunt und auf der Oberseite hell und etwas weicher, da Hitze von oben ja nur durch den Pfannendeckel produziert wird. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis! Der Cookie schmeckt lecker! Als Nächstes werde ich den Bananen-Schoko-Cookie probieren!

  • Jan von Holleben: Meine wilde Wut

    Mittwoch, 12. September 2018 - in Rezensionen-Kinderbuch

    Jan von Holleben, Meine wilde Wut, Kinderbuch, Rezension, Buchempfehlung, Ärger, Emotionen, Gefühle, Psychologie

    Kinder können schnell wütend werden. Es ist ein Gefühl, dass zum Leben dazugehört und sich ganz unterschiedlich äußert. Kinder sind auf dem Weg zu lernen, mit ihren Emotionen umzugehen und die Wut im Zaum zu halten. Das Buch kann einen Beitrag dazu leisten. Hier wird die Wut auf sprachliche und bildhafte Art dargestellt.

     

    15 Situationen, die jedes Kind kennt, werden nachempfunden. Die Wut kommt jedes Mal anders zum Ausdruck. Es ist nicht nur der Gesichtsausdruck der Kinder, der ihre Wut widerspiegelt. Fotomontagen verdeutlichen auf fantasievolle Art, was im Kopf der Kinder vorgeht. Auch in Worten wird die Wut dargestellt. Die Schrift lässt ebenfalls Rückschlüsse auf die hervorbrechenden Emotionen zu.

     

    Das Fotobuch ist für Kinder ab 4 Jahren konzipiert. Es ist aus dicker Pappe und kann einiges aushalten. Man kann es also einem wütenden Kind ruhig in die Hand geben und es damit einladen, über seine Wut zu sprechen. Es ist nicht allein mit diesem Gefühl. Die Kinder im Buch sind alle wütend oder verärgert. Weil sie ein bestimmtes Spielzeug nicht haben können oder gedrängelt werden. Weil das Mittagessen trotz Hunger auf sich warten lässt oder der Papa abwesend ist, weil er seine ganze Aufmerksamkeit dem Smartphone zukommen lässt. Weil Missgeschicke geschehen.

  • Melissa Raupach und Felix Lill: Regrow your veggies - Gemüsereste endlos nachwachsen lassen

    Montag, 3. September 2018

    Melissa Raupach und Felix Lill Regrow your veggies – Gemüsereste endlos nachwachsen lassen, Rezension, Buchbesprechung, Lesetipp, Gärtnern, Avocadobaum, Avocadokern, Gemüse, Fensterbrett, Nachhaltigkeit

    Auf meinem Fensterbrett wachsen Avocado-, Granatapfel- und Orangenbäumchen. In „Regrow your veggies“ soll es nun darum gehen, Gemüsereste nachwachsen zu lassen. Das interessiert mich sehr!

     

    Zunächst geht es um Nachhaltigkeit und Rückbesinnung auf Einfachheit. Es folgt Basiswissen, über die Vermehrung und die Pflege von Pflanzen. In einem weiteren Kapitel wird eine Pannenhilfe angeboten, falls Mehltau oder Blattläuse auftauchen oder es Wachstumsprobleme gibt.

     

    Die Anleitungen beanspruchen die meisten Seiten im Buch. Den Anfang macht der Chinakohl, der zunächst porträtiert wird. Aus einem Stück Strunk können wieder Blättchen wachsen. Wie das geht, wird in einfachen Schritten und mit Bildmaterial erklärt. Und natürlich gibt’s auch Tipps zur Verwendung der eigenen Ernte. Es folgen weitere Pflanzen wie Zwiebel, Lauch und Stangensellerie. Auch aus Trieben von Kräutern wie Basilikum werden neue Pflanzen gezogen. Das habe ich gleich ausprobiert, in der Hoffnung, mir den Kauf weiterer Kräutertöpfe ersparen zu können. Tatsächlich sind nach wenigen Tagen die ersten Wurzeln im Wasserglas zu sehen.

  • Rose Snow: Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit

    Donnerstag, 30. August 2018 - in Rezensionen-Jugendliteratur

    Rose Snow, Ein Augenblick für immer, Das erste Buch der Lügenwahrheit, Romance, Romantik, Jugendliteratur, Rezension, Buchempfehlung, Lesetipp, Gabe, verbotene Liebe, Cornwall

    Ihr Abschlussjahr verbringt die 18-jährige June bei ihrem verwitweten Onkel Edgar Beaufort in Cornwall, der hier mit seinen beiden Söhnen in einem großen Herrenhaus wohnt. June ist vor Jahren das letzte Mal hier gewesen. Allerdings hat sich die Familie da in einem kleinen Cottage, das zum Anwesen gehört, getroffen. Sie ist überrascht von der Pracht des großen Hauses, das nun für die Zeit des Austauschjahres ihr zu Hause sein wird. Bald muss sich eingestehen, dass an den alten Legenden etwas dran ist, und es hier spukt.

     

    Ihre Cousins Blake und Preston sind Zwillinge. Sie dürfte ihnen gegenüber nichts empfinden, doch es entsteht eine Anziehungskraft zu beiden Brüdern, die für June kaum beherrschbar ist. In Gegenwart der Brüder ist sie kaum in der Lage, rational zu handeln. Blake ist charismatisch, aber auch sehr bestimmend. Preston ist von sanfterer Natur, aber auch er kommt June bedenklich nahe.

    Mysteriöse Dinge geschehen und June verfügt nach dem Besuch des Steinkreises im Bodmin Moor über eine magische Gabe. Vielleicht hilft ihr das, hinter die Geheimnisse, die Blake und Preston haben, zu kommen.

  • Andrea Winkler: Die Frau auf meiner Schulter

    Sonntag, 19. August 2018 - in Rezensionen-Belletristik

    Andrea Winkler, Die Frau auf meiner Schulter, Belletristik, Buchempfehlung, Rezension, Lesetipp, Auszeit, Neuorientierung, Depression, Lebenskrise

    Martha hat sich eine Auszeit genommen. Es ist zu viel geschehen. Sie muss sich erholen von verschiedenen Schicksalsschlägen, nachdenken und sich sortieren. Ein Haus in einem Dorf, das sie mietet, wird ihr Rückzugsort. Friedrich, der einstige Hausbesitzer, liegt auf dem nahen Friedhof, der neben einer Ruine, die als Sommertheater genutzt wird, begraben. Nicht nur seine Möbel, auch Persönliches ist noch im Haus. Martha kann hier bleiben solange sie will oder solange das Geld reicht. So beginnt das neue Jahr und Martha lässt sich treiben. Wirklich einsam ist sie nicht. Es gibt einen Bahnhof mit Bedarfshalt, von dem aus sie in die Stadt fahren kann. Sie ist den Menschen gegenüber offen, den Leuten, die sie im Dorf und unterwegs trifft. Und so entwickeln sich ganz langsam Freundschaften, während die seltsamen nächtlichen Träume an Bedeutung verlieren.

     

    Das Buch ist in einer sehr schönen Sprache geschrieben. Die Autorin beschreibt die eigenwillige Suche Marthas nach einem erfüllenden Leben sehr einfühlsam und nachdenklich stimmend. Träume geben den Ton an und wirken auch am Tag noch nach. Das heißt nicht, dass Martha realitätsfremd ist. Aber dem normalen Leben mit seinen Verpflichtungen kann sie sich im Moment nicht stellen. Sie wartet ab und nimmt an, was ihr begegnet. Auf unkomplizierte Art findet sie so Freunde und tauscht sich mit ihnen aus. Seltsame Dialoge entstehen, die einen Sinn haben, der nicht leicht zu erkennen ist, da die Worte möglichst unbefangen klingen sollten. Es ist keine Option, jemanden zu nahe zu treten.

  • Daniel Höra: Was wir nicht wollten

    Dienstag, 14. August 2018 - in Rezensionen-Jugendliteratur

    Daniel Höra, Was wir nicht wollten, Rezension, Buchbesprechung, Lesetipp, Jugend, Jugendliche, dummer Streich, Entführung, Freundschaft, Wohnsiedlung, Garten

    Die fünf Freunde halten es für eine gute Idee, in ihrer etwas heruntergekommenen Wohnsiedlung, erbaut in den 1960er Jahren, einen kleinen Garten anzulegen. Es gibt da ein kleines Fleckchen Erde, dass perfekt dafür geeignet ist. Die 13- bis 14-jährigen legen sich ins Zeug. Man hat ein Ziel und das macht Spaß. Der Umgangston ist wie immer rau, wird aber nicht beleidigend empfunden. Ab und an wird gerappt. Sie graben um und säen. Auch Bobbo macht mit. Nach einem Unfall ist er geistig behindert. Aber er hat Spaß daran mit der Kinderschaufel in der Erde zu graben. Seine Mutter sieht das nicht gerne. Sie glaubt, Bobbo wird ausgenutzt. Den Garten bezeichnet sie als Sachbeschädigung. Die jungen Leute werden schließlich gezwungen, ihren Garten aufzugeben.

     

    So einfach will man das nicht hinnehmen. Ärger macht sich breit und staut sich auf. Wie wäre es, Bobbos Mutter eins auszuwischen? Und so entsteht die Idee, den behinderten Jungen für ein eine Weile zu verstecken. Die Mutter soll ordentlich Panik bekommen. Der Plan geht auf. Doch gerade als Bobbo zu seiner Mutter zurückgebracht werden soll, erscheint Heiner. Er hat nicht vor, jemanden zu verraten. Vielmehr will er die Entführung für eine Erpressung nutzen.

  • Tilly Walnes: Wohlfühlmode mit Jersey - Mit Schnittmusterbogen

    Mittwoch, 8. August 2018 - in Rezensionen-Allgemeines

    Tilly Walnes, Wohlfühlmode mit Jersey, Mit Schnittmusterbogen, Nähen, Nähmaschine, Schnitmuster, Pulli, Kleid, Rock, T-Shirt, Rezension, Buchempfehlung, einfach nähen

    Wer schon ein bisschen Erfahrung an der Nähmaschine hat, möchte irgendwann auch mal einen Pulli oder einen Rock nähen. Dafür werden gute Schnittmuster und verständliche Anleitungen benötigt. Im Buch sind 5 Schnitte zu finden, aus denen sich 20 Kleidungsstücke nähen lassen. So kann aus einem Pulli auch ein Kleid werden und aus einem Rock ein Trägerrock. Verarbeitet werden Jersey-Stoffe. Genäht wird mit der Haushaltsnähmaschine. Wer eine Overlock-Maschine hat, kann diese mit einbeziehen.

     

    Zunächst erklärt die Autorin, was an Ausrüstung benötigt wird und welche Fachausdrücke bekannt sein sollten. Dann geht es auch schon um die verschiedenen Stoffe. Gezeigt wird, wie maßzunehmen ist, wie ein Schnittmuster passgenau geändert werden kann und wie elastische Stoffe zu verarbeiten sind.

    Im Buch gibt es zudem Seiten, die sich mit weiteren Nähthemen befassen. Die Autorin erklärt hier, wie Knopflöcher genährt werden, wie Stoff versäubert wird, wie ein Halsausschnitt eingefasst wird und mehr.

  • Ulrike Renk: Die Zeit der Kraniche - Ostpreußen Saga, Band 3

    Sonntag, 5. August 2018 - in Rezensionen-Historischer-Roman

    Ulrike Renk, Die Zeit der Kraniche, Roman, Ostpreusen-Saga, Band 3, Priegnitz, Gutshof, Adel, Zweiter Weltkrieg, Unterhaltungsliteratur, Rezension, Buchempfehlung

    Frederike lebt nun in der Prignitz auf dem Gutshof, der ihrem zweiten Manns Gebhard zu Mansfeld gehört. Die Verbindung ist glücklich, wird aber überschattet vom Krieg. Gebhard und seine Mutter Heide werden verhaftet, weil sie angeblich einen verbotenen Radiosender gehört haben. Frederike muss sich allein um das Gut kümmern und sich mit einem Verwalter arrangieren. Das Land bleibt von Bomben verschont, während Berlin und Potsdam in Schutt und Asche liegen. Frederike sieht das, als sie dorthin reist, um Gebhard und Heide zu helfen. Während Heide das Gefängnis verlassen kann, muss Gebhard bleiben. Schwer krank kommt er sehr viel später zurück.

     

    Der Krieg geht dem Ende zu. Die Angst vor einer Besetzung durch sowjetische Truppen steigt. Titel bedeuten nichts mehr. Land wird enteignet. Viele Gutsfamilien verlassen ihre Heimat. Frederike und Gebhard bleiben mit ihren 3 Kindern. Weil Gebhard Menschlichkeit gegenüber den Kriegsgefangenen zeigt, wird er denunziert und infolge wieder verhaftet. Frederike muss sich nun wieder allein um die drei Kinder kümmern und retten, was zu retten ist.

  • Antje Wagner: Hyde

    Donnerstag, 26. Juli 2018 - in Rezensionen-Jugendliteratur

    Antje Wagner, Hyde, Jugendroma, Mystery, Leben im Wald, Familiengeheimnis, Entführung, Rezension, Lesetipp, Buchbesprechung

    Katrina hat sich immer wohlgefühlt in ihrem Zuhause im Wald, auch wenn sie hier mit ihrem Vater und ihrer Schwester Zoe sehr zurückgezogen gelebt hat. Es war in Ordnung, sie hat die Natur geliebt und viel gelernt. Doch diesen Ort, Hyde, gibt es nicht mehr. Es ist etwas passiert, an das Katrina sich nicht erinnern kann. Auch nicht, nachdem sie das Krankenhaus verlassen hat. Katrina hat ihren Vater und die Schwester verloren. Aber die Mutter, von der sie dachte, dass sie gestorben ist, lebt und will sich nun um die Katrina kümmern.

     

    Das bisherige Leben Katrinas wird infrage gestellt. Was gewesen ist, wird nun anders bewertet. Aber Katrina will nicht wahrhaben, was ihr eingeredet wird. Sie deckt die Lügen auf und verlässt ihre Mutter. Sie sinnt auf  Rache. Auf der Suche nach Arbeit, Katrina ist mittlerweile Tischlergesellin, entdeckt sie ein altes Haus. Dass ein Verwalter für „Haus Waldkauz“ gesucht wird, kommt ihr sehr gelegen. Doch zur Ruhe kommt Katrina hier nicht. Das Haus hat eine merkwürdige Geschichte und beunruhigt sie mit mysteriösen Vorkommnissen.

  • Claudia Piñeiro: Der Privatsekretär

    Samstag, 21. Juli 2018 - in Rezensionen-Belletristik

    Claudia Piñeiro, Der Privatsekretär, Roman, Belletristik, Rezension, Buchbesprechung, Buchempfehlung, Politik, Macht, Machtgier, Verführung

    Román Sabaté kann es nicht glauben, als er nach einer Bewerbung als Mitarbeiter in der neu gegründeten Partei Pragma angenommen wird. Sein Freund Sebastián hatte ihn überredet, sich mit ihm zusammen vorzustellen.

    Román wird genommen, Sebastián nicht. Dabei wäre er der Bessere für den Job gewesen, soviel steht fest.

     

    Fernando Rovira, ursprünglich erfolgreicher Bauunternehmer in Buenos Aires, hat die Bürgerbewegung gegründet. Er hat Charisma und versteht es, seine Anhänger mit seinen Ideen zu begeistern. Sein Ziel ist es, nach der geplanten Teilung  der Provinz Buenos Aires, Gouverneur zu werden.

     

    Román wir zum persönlichen Assistenten von Fernando Rovira. Er kommt ihm näher als jeder andere Mensch. Nachvollziehen kann er das nicht. Er wird als sensibler und zweifelnder Mensch dargestellt. Zumindest macht sein Erfolg es ihm möglich, auch Sebastián in die Partei zu holen, der kaum mit der anfänglichen Ablehnung fertig wird, und nun gespannt darauf ist, hinter die Kulissen zu blicken.

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