Der Amerikanische Amberbaum ist im Stadtbild immer häufiger anzutreffen. Sein intensiv gefärbtes Herbstlaub hat mich auf ihn aufmerksam gemacht. Von weitem könnte man ihn für einen Ahorn halten. Bei näherer Betrachtung sind die Unterschiede aber schnell zu erkennen. Und während die Ahornbäume schon alle Blätter verloren haben, zeigen sich die Amberbäume noch von ihrer herbstlich gefärbten Seite. Ich habe hier mal einige interessante Aspekte für dich zusammengetragen.
Interessantes über den Amerikanischen Amberbaum
(enthält Werbung) Der Amerikanische Amberbaum (Liquidambar styraciflua) ist ein Vertreter der kleinen Familie der Altingiaceae in der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). Ursprünglich aus Nordamerika stammend, ist er dort in Auwäldern anzutreffen. Er wird forstwirtschaftlich genutzt. Das Holz ist dem Walnussholz ähnlich und duftet angenehm würzig. So findet es im Möbelbau Verwendung. Aus dem süß-würzigen Harz des Baumes wurde früher beispielsweise Kaugummi hergestellt. Das Amberbaum-Harz wird aber auch zur Gewinnung eines Duftstoffs genutzt, dem Styrax bzw. dem Extrakt Styrax Resinoid, auch flüssiges Amber genannt. Styrax deshalb, weil dieser Duftstoff ursprünglich aus dem Echten Storaxbaum (Styrax officinalis) gewonnen wurde.
Kulturformen sind in Parks und direkt in der Stadt zu finden, wo viel Platz ist. Sicher wird der Amerikanische Amberbaum auch in Botanischen Gärten anzutreffen sein. Er ist nicht frostempfindlich und kommt gut mit schwierigen Böden, Wärme und Trockenheit zurecht. Heiße Sommer dürften ihm also nicht viel ausmachen. Wobei ich denke, dass junge Bäume schon etwas Aufmerksamkeit brauchen.
Der Amerikanische Amberbaum ist sommergrün und kann bis zu 25 Meter hoch werden. Dass er auch als Seesternbaum bezeichnet wird, liegt an der interessanten Form der Blätter, die recht groß sind. Und, das ist wirklich überraschend, sie duften angenehm, wenn man sie ein bisschen zerreibt. Die Borke erscheint rissig bis schuppig. Ältere Bäume bilden Korkleisten.
Auf den Bildern siehst du den Baum im Juni, ein gepresstes Herbstblatt und die Früchte.
Im Herbst ist der Baum eine echte Pracht
Er begeistert mit leuchtenden Herbstfarben. Die Blätter werden zunächst gelb und im Laufe des fortschreitenden Herbstes orange bis rot, wobei ich da auch violette Farbtöne ausmachen konnte. Es ist nicht schwer, bei dieser Farbenpracht einen Bezug zum "Indian Summer" herzustellen. Besonders interessant finde ich, dass das bunte Laub erst recht spät im Jahr fällt, sodass der Amberbaum auch Mitte November noch schön anzusehen ist.
Aber auch den Sommer über ist der Amerikanische Amberbaum attraktiv, auch weil die grünen Blätter so schön glänzen. Nach der Blüte im Mai entwickeln sich Kapselfrüchte in kugeligen Fruchtständen, die stachelig sind und an Stielen herabhängen. Sie bleiben auch nach dem Laubfall noch sehr lange am Baum hängen.
Tipp: Falls du jetzt für deinen Garten einen Amerikanischen Amberbaum kaufen möchtest, solltest du bedenken, dass er zwar als anpassungsfähig und anspruchslos beschrieben wird, aber dennoch kein typischer Gartenbaum ist, auch wenn Zuchtformen in Gartenfachmärkten, Baumschulen oder online angeboten werden. Der Seesternbaum braucht viel Platz, denn er bildet ein ausladendes Wurzelsystem und wird recht groß und ausladend.
© Text und Bilder Lesefreizeit
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