Koriander: würziges Kraut und aromatische Samen

Veröffentlicht am 15. September 2026 um 09:20
Blühender Koriander im Kräuterbeet.

Man könnte die noch nicht blühende Pflanze fast für glatte Petersilie halten. Aber eine Duftprobe zeigt, dass der Koriander nicht umsonst auch Wanzenkraut oder Wanzendill genannt wird. Wobei es auch andere Kräuter gibt, die eigenwillig duften, wie z. B. der Basilikum. Im Gegensatz zu den Koriandersamen, die angenehm duften und die ich gerne zum Würzen nehme. Koriander kann im Garten, aber auch im Topf angebaut werden.

Interessantes über den Echten Koriander

 

(enthält Werbung) Die Heimat des Echten Korianders (Coriandrum sativum) liegt in Regionen des Mittelmeerraumes und Vorderasiens. Aber auch hierzulande kann der Doldenblütler, der beispielsweise mit Petersilie, Dill, Kerbel und Kreuzkümmel verwandt ist, angebaut werden. Weitere Bezeichnungen sind Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Cilantro, Gewürzkoriander oder Gartenkoriander.

 

Wie schmeckt Koriander?

Ein Häufchen mit Koriandersamen.

Ich würde sagen, das Grün schmeckt frisch-kräuterig und leicht zitrusartig. Aufgrund der enthaltenen Aldehydverbindungen empfinden viele Menschen den Geschmack etwas seifig. Wer diese Geschmacksnoten ausmacht und das Kraut deshalb nicht für Salatsaucen oder Suppen verwenden mag, kann die Pflanze blühen lassen, um später Koriandersamen ernten zu können, die sehr aromatisch sind. Die Samen sind mit ihrem warmen, pfeffrigen Aroma und ihrem leichten Duft nach Orangenschalen die perfekte Zutat für Lebkuchengewürz oder Curry-Gewürzmischungen. Ich würze gerne nach Gefühl Eintöpfe und Gemüsegerichte damit und nutze es als Brotgewürz. Dazu vermahle ich die Koriandersamen immer frisch mit der Gewürzmühle.

 

Tipp: Frisches Koriandergrün lässt sich gut trocknen. Dazu einfach ein Sträußchen über Kopf zum Trocknen aufhängen oder, wenn vorhanden, den Dörrautomaten nutzen.

 

Das Würzkraut im Garten

 

Der Koriander ist einjährig. Man muss ihn jedes Jahr erneut aussäen, am besten direkt ins Freiland, oder dafür sorgen, dass er sich selbst aussäen kann. Er braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort und ist, was den Boden betrifft, recht anspruchslos. Wenn etwas Humus eingearbeitet ist, braucht es kaum Dünger. Auch in Kräutererde im Kübel auf der Terrasse oder im Topf auf dem Balkon wächst er gut, gerne in Kombination mit Kapuzinerkresse und Ringelblumen, und wird mit etwas Flüssigdünger versorgt, schön buschig.

Die Blätter werden leicht bitter mit Beginn der Blütezeit. Dafür sind die weißen Blüten sehr dekorativ. Wenn die kleinen, zunächst grünen Früchte hellbraun geworden sind, solltest du sie ernten, denn sie fallen schnell aus. Achte darauf, dass sie gut durchtrocknen, bevor du sie zum Aufbewahren in Gewürzgläser gibst.

 

Info: Die Blätter und Samen enthalten ätherische Öle, denen eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Der Koriander wird deshalb nicht nur zum Würzen, sondern auch als Teezutat für Gewürztees und Ayurvedische Teemischungen verwendet, wobei es auch Gegenanzeigen gibt. So sollte beispielsweise in der Schwangerschaft und Stillzeit verzichtet werden und auch Allergiker müssen aufpassen. Ohnehin sollte Koriander sparsam verwendet werden.

 

© Text und Bilder Lesefreizeit

 

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