Der Baumspinat: ein ertragreiches und dekoratives Blattgemüse für Garten und Balkon

Veröffentlicht am 4. August 2026 um 09:33
Baumspinat, Riesengänsefuß, Chenopodium giganteum, im Garten

Der Baumspinat oder Riesengänsefuß sollte in keinem Garten fehlen, verspricht er doch eine gute Ernte und sieht dabei mit seinen rot-violetten Blattaustrieben sehr dekorativ aus. Er ist, wenn man so will, gleichzeitig Zier- und Nutzpflanze. Das Blattgemüse ist wuchsfreudig und pflegeleicht. So kann es auch im Kübel auf dem Balkon wachsen. Die Blätter des Baumspinats haben einen angenehmen Geschmack und lassen sich so vielfältig wie Spinat zubereiten.

Interessantes über den Riesengänsefuß

 

(enthält Werbung) Der Baumspinat (Chenopodium giganteum) macht seinem Namen alle Ehre, denn er kann eine beachtliche Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Vielleicht sogar mehr, wenn man ihn einfach wachsen ließe und nicht ernten würde.

Der Riesengänsefuß ist mit dem Quinoa (Chenopodium quinoa) verwandt, beide sind Gänsefußgewächse. Kulturspinat (Spinacia oleracea) gehört zwar zur selben Pflanzenfamilie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), aber zu einer anderen Gattung.

 

Info: Der Baumspinat enthält wenig Saponine, aber vergleichsweise viel Oxalsäure. Das kann bei empfindlichen Personen zu Unverträglichkeiten und Magenbeschwerden führen bzw. die Nieren belasten. Also besser nicht zu häufig essen und nicht in größeren Mengen. Da Oxalsäure aber teilweise wasserlöslich ist, kann Blanchieren sinnvoll sein. Das Kochwasser sollte dann abgegossen werden.

 

Wie schmeckt der Baumspinat?

 

Die jungen Blätter der Triebspitzen schmecken mild, leicht nussig und durchaus spinatähnlich. Ältere Blätter sind faseriger und haben einen leicht erdigen Unterton, der ein bisschen an Rote Bete erinnert.

Die jungen Blätter und Blattaustriebe können in kleinen Mengen roh in den Salat gegeben werden. Besser ist es, den Riesengänsefuß wie Spinat zuzubereiten. Gegart oder in der Pfanne mit etwas Pflanzenöl gedünstet, ist der Baumspinat perfekt als Gemüsebeilage. Er ist auch lecker in Gemüse-Muffins, Aufläufen oder als Zutat für Gemüse-Frittata.

 

Wissenswertes: Vielleicht hast du schon mal vom Ausdauernden Baumspinat gehört? Gemeint ist hier der winterharte und mehrjährige Wilde Buchweizen oder Ewige Spinat (Fagopyrum dibotrys), ein Knöterichgewächs.

 

Der Riesengänsefuß im Garten

 

Wie du dir denken kannst, braucht der Baumspinat Platz. Der Standort sollte halbschattig bis schattig sein, der Boden locker und nährstoffreich. Wenige Pflanzen reichen aus. Der Anbau ist auch in Kübeln auf dem Balkon möglich. Oder du lässt ihn als Pflücksalat im kleineren Topf oder im Balkonkasten wachsen. Verwende eine für Gemüse geeignete Erde.

Die Pflanze ist anspruchslos. Bei großer Trockenheit, wenn die Blätter anfangen zu hängen, solltest du regelmäßig gießen. Es ist eigentlich nicht nötig zu düngen, die Pflanze wächst auch ohne gut.

Da der Baumspinat deutlich höher wächst als anderes Blattgemüse, brauchst du dich beim Ernten nicht zu bücken. Durch das regelmäßige Schneiden der jungen Triebe verzweigt sich die Pflanze und die Blüte verzögert sich, was die Erntezeit bis in den Herbst hinein verlängert.

Möchtest du nicht, dass der Baumspinat sich selbst aussät, musst du die Blütenstände entfernen. Wenn du jedoch auch im nächsten Jahr ernten möchtest, brauchst du Samen, denn der Riesengänsefuß ist eine einjährige Pflanze. Das Saatgut kannst du dann im nächsten Frühjahr aussäen. Oder du lässt die Samen von alleine ausfallen. Überlege dir also vorab gut, wo der Baumspinat wachsen und sich ausbreiten kann. Am besten ist ein Randplatz im Garten geeignet. Die Pflanze verwildert und kommt jedes Jahr wieder, manchmal jedoch durch den Wind auch da, wo man es nicht erwartet.

 

Wissenswertes: "Magenta-Spreen" ist eine gezüchtete Ziersorte mit einer noch auffälligeren purpurroten Blatt- und Stängelfärbung.

 

© Text und Bild Lesefreizeit

 

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