Wir wissen alle, dass es notwendig ist, für den Alltag und Notfälle Vorräte anzulegen. Auch wer minimalistisch lebt und den Supermarkt um die Ecke hat, sollte darauf nicht verzichten. Nicht nur aus praktischen Gründen, sondern auch weil es Zeit spart. Aber die Vorratshaltung muss passend zum Minimalismus sinnvoll und übersichtlich sein, ganz ohne Chaos und Überfluss, um gut integriert werden zu können. Genau darum geht es in diesem Blogbeitrag.
Auch für minimalistische Haushalte ist Vorratshaltung wichtig
(enthält Werbung) Für Notfälle sollte jeder gerüstet sein. Dass Lieferengpässe schnell entstehen können, haben wir in der Vergangenheit gesehen. Es gibt vieles, das die Versorgungslage beeinträchtigen kann. Und auch wenn man mal krank ist und sich schonen muss, ist es viel zu belastend, noch Lebensmittel besorgen zu müssen, weil so gut wie nichts mehr da ist.
Die Lebensmittel klug auswählen
Schau also mal, was genau du regelmäßig an haltbaren Lebensmitteln verbrauchst, denn davon solltest du immer noch mindestens eine geschlossene Packung im Vorrat haben. Ich kaufe nach, sobald ich diese angebrochen habe. Wobei ich bei Lebensmitteln, die ich schnell aufbrauche oder häufig verwende, zwei Packungen da habe. Diese Methode wende ich für alle haltbaren Lebensmittel an. Sie lässt sich gut in den Alltag integrieren und stellt gleichzeitig jederzeit eine Notfallversorgung sicher.
Achte darauf, auch immer solche Produkte vorrätig zu haben, die du ohne Kochen zubereiten oder verzehren kannst. Denn wenn der Strom ausfällt, funktionieren der Herd und die Mikrowelle nicht. Auch bei Gas kann es zu Ausfällen kommen. Fließt kein Strom, heißt das auch, dass Kühl- und Gefrierschrank nicht mehr funktionieren und alles, was hier gelagert ist, vor allem, wenn es länger dauert, verdirbt. Überlege dir also, was sich ohne Kühlung lagern und ohne es kochen zu müssen essen lässt.
Vergiss die Getränke nicht, und hier insbesondere Wasser!
Wie du deinen Bedarf an Vorräten ermittelst
In einer klassischen Vorratskammer sind oft erstaunlich große und oft auch unübersichtliche Mengen an Vorräten vorhanden, sodass es nicht ausgeschlossen ist, dass auch mal etwas weggeworfen werden muss, wenn der Überblick verloren gegangen ist. Im Gegensatz dazu befindet sich in einem minimalistischen Haushalt nur eine gut durchdachte und übersichtliche Auswahl an Lebensmitteln, die allgemeiner Grundvorrat und Krisenvorrat zugleich ist. Wenn du nicht weißt, welche Menge du an Lebensmitteln zusätzlich benötigst, kann für dich der Vorratskalkulator der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hilfreich sein. Hier kannst du deinen Bedarf einmal berechnen lassen. Die Tabelle, die dir dann angezeigt wird, ist ein guter Anhaltspunkt, muss aber noch an deine Ernährungsgewohnheiten und Bedürfnisse angepasst werden. Hier sind auch einige frische Lebensmittel aufgelistet, die sich gut für ein paar Tage oder sogar länger halten.
Wohin mit den Lebensmittelvorräten?
Wenn du dich bisher eher knapp bevorratet hast oder gar nicht, weil du minimalistisch lebst, solltest du überlegen, etwas aufzustocken. Ich finde es sehr praktisch, den Notvorrat mit dem allgemeinen Grundvorrat zu kombinieren, denn das spart Platz und du kannst sicherstellen, dass nichts verdirbt, weil du dich ja täglich aus diesem Vorrat bedienst. Ein wenig mehr Platz wirst du benötigen, der sich aber sicher finden lässt. Ein weiteres Fach im Schrank oder eine zusätzliche Schublade reichen meist schon aus. Sortiere die Lebensmittel unbedingt für eine bessere Übersicht nach Kategorien und beachte das Verbrauchsdatum. Räume neu gekaufte Lebensmittel immer nach hinten!
Tipp: Oft steht auf den Packungen "mindestens haltbar bis ...". Diesen Hinweis musst du nicht so genau nehmen, denn gut lagerfähige Nahrungsmittel sind oft länger haltbar. Du musst sie natürlich überprüfen. Bei angebrochenen Packungen ist es besser, sie zügig zu verbrauchen oder den Inhalt in luftdichte Behälter umzufüllen und diese zu beschriften.
Vorrat und Notvorrat minimalistisch organisieren
Hier ist zum Schluss noch eine Checkliste für dich:
- Lebensmittel gut erreichbar lagern.
- Vorräte übersichtlich nach Kategorien sortieren.
- Bestände regelmäßig prüfen.
- Auswahl an persönliche Bedürfnisse anpassen.
- Gezielt nachkaufen mit Einkaufszettel.
- Produkte mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum nach vorn stellen.
© Text und Bild Lesefreizeit
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