Lesezeichen dienen als Seitenmarkierer. Ohne sie würden wir die Stelle im Buch, der wir uns zuletzt gewidmet haben, oft nur schwer wiederfinden. Gleichzeitig zeigen sie den Lesefortschritt an. Kein Wunder also, dass wir nach Alternativen suchen, die sich zwischen die Seiten legen lassen, wenn gerade kein Buchzeichen zur Hand ist. So mancher wird da richtig kreativ, und sicher hast du auch schon etwas zweckentfremdet, das sich gut zum Markieren einer Seite eignet.
Wie lange gibt es schon Lesezeichen?
Das Lesezeichen hat doch tatsächlich einen eigenen Wikipedia-Eintrag! Dort ist zu lesen, dass das älteste noch erhaltene Exemplar aus dem 6. Jahrhundert stammt. Es ist aus Leder gefertigt und mit Ornamenten verziert. Sicher ist es nicht das erste seiner Art, aber eben das älteste, das erhalten geblieben ist und damit dokumentiert.
Das Lesebändchen am Buch
Hochwertige Bücher, insbesondere Hardcover und Schmuckausgaben, bringen oft ein Lesebändchen mit, das fest am Buch angebracht ist, damit es nicht verloren geht. Das ist praktisch und wohl die bequemste Art, Seiten zu markieren. Da dieses gewebte Leseband, auch Lesezeichenband genannt, länger als der Buchblock ist, schaut es unten heraus, sodass sich die gekennzeichnete Seite schnell wiederfinden lässt. Von einer Leselitze spricht man übrigens, wenn es sich statt um ein gewebtes um ein geflochtenes Band handelt.
Auch das Eselsohr ist ein Buchmarker
Seiten mit Eselsohren zu markieren, ist vielleicht gebräuchlich, aber nicht besonders schön. Trotzdem hat es wohl jeder schon mal getan und eine Ecke umgeknickt. Mit deinen eigenen Büchern kannst du natürlich verfahren, wie du möchtest. Knickst du die Seiten von Bibliotheksbüchern um, ist das jedoch Sachbeschädigung und es kann passieren, dass du das betreffende Buch ersetzen musst.
Wie viele Lesezeichen hast du?
Viele Menschen haben einen Seitenmarker, den sie immer wieder verwenden, schließlich erhöht er den Lesekomfort. Vielleicht war es ein Geschenk oder lag als Werbung im Buch. Manche mögen Lesezeichen so sehr, dass sie sie sammeln und gleich eine ganze Auswahl haben. Andere improvisieren und finden kreative oder unkonventionelle Lösungen. Tatsächlich kommt vieles infrage, was sich ersatzweise zwischen die Buchseiten legen lässt. Gerade in Büchern aus öffentlichen Büchertauschregalen habe ich schon so manche interessante Entdeckung gemacht.
Hier ist eine kleine Liste für alternative Lesezeichen:
- Klebezettel
- Einkaufszettel
- abgerissener Papierschnipsel
- alter Fahrschein
- Stoffrest
- Wollfaden
- Schleifenband
- Gummiband
- Quittung
- Werbeflyer
- Postkarte
- Foto
- Geldschein
- Lineal
- Grashalm
Wenn du lieber ein Lesezeichen kaufen möchtest
Die Vielfalt ist wirklich riesengroß. Lesezeichen können aus Papier, Holz, Leder, Metall, oder Stoff gefertigt sein. Sie können einfach gehalten sein oder ein kreatives Design haben. Auch magnetische Clips gibt es. Manche Lesezeichen lassen sich sogar personalisieren. Das bedeutet, dass sich ein Name, ein inspirierendes Zitat oder ein persönlicher Gruß auf dem Bookmark unterbringen lässt. Damit eignen sie sich wunderbar als Geschenk, am besten natürlich zusammen mit einem schönen Buch. Besonders gut gefallen mir zum Beispiel bunt bedruckte Lesezeichen aus Papier mit Quaste.
DIY-Lesezeichen einfach selbst basteln
Das ist ganz einfach. Schneide dir ein Lesezeichen in passender Größe aus festem Papier oder nachhaltigem Kraftpapier aus. Wenn du magst, benutze eine Zackenschere für einen schönen Rand. Für dein selbst gestaltetes Buchzeichen kannst du aber auch bedrucktes Papier nehmen oder etwas aufmalen. Ob minimalistisch oder verspielt, alles ist möglich. Stanze mit einem Locher noch ein Loch für ein Bändchen hinein, und schon ist dein Seitenmarker einsatzbereit und begleitet dich beim Lesen.
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